Polar M430 Uhr

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Garmin Forerunner 935


Foto/Grafik: Garmin Ltd. oder seine Niederlassungen

Garmin Forerunner 735xt


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Polar M430 (Top Gerät) Garmin Forerunner 935 Garmin Forerunner 735XT













































Was kann eine Laufuhr?

Zu den Funktionen, die fast jede Pulsuhr mitbringt, zählen die Messung der Herzfrequenz per Brustgurt oder am Handgelenk, die Berechnung des Kalorienverbrauchs, GPS und/oder GLONASS, ein Schrittzähler oder ein allgemeiner Activity Tracker sowie eine Uhr mit den typischen Funktionen wie Wecker, Stoppuhr und Countdown. Darüber hinaus kommen je nach Modell noch zahlreiche weitere Funktionen zu der Laufuhr hinzu.

Möglich sind unter anderem:
- Multisportfunktion, teilweise spezialisiert auf einzelne Sportarten wie Triathlon
- Bluetooth, WLAN
- (Farb-)Touchscreen
- Wasserdichtheit bis zu einer bestimmten Tiefe
- Ortung und Routennavigation
- Höhenmesser
- Digitaler Kompass
- Zurückgelegte Distanzen
- (Schritt-)Geschwindigkeit
- Schrittfrequenz
- Rundenzähler
- Bodenkontaktzeit
- 24h Fitness-Tracker
- Physiologische Messungen wie Laktatschwellen
- Schlafüberwachung (Dauer und Qualität)
- Wetterwarner
- Alarmfunktion bei zu hoher Belastung
- Passende Apps mit diversen Funktionen
- Nachrichtenkopplung
- Zugriff auf Community
- Verbindung zu sozialen Medien wie Facebook
- Analysen
- Trainingspläne
- Sportprofile
- Motivationsfunktion
- Erinnerungsfunktion
- Besonders gut lesbare Displays, auch im Sonnenlicht
- Musik, Rundenansagen

Was ist der Unterschied zwischen GPS und GLONASS?

GPS, das US-amerikanische "Globale Positionsbestimmungssystem", dient dazu ein Empfangs- und Sendegerät mittels Satelliten zu orten. Die Genauigkeit liegt dabei teilweise unter fünf Metern. Aufgrund der guten Navigationseigenschaften ist GPS Bestandteil vieler moderner Endgeräte, darunter längst auch Laufuhren. Die Abkürzung GLONASS stammt aus dem Russischen und heißt soviel wie "Globales Satellitennavigationssystem". Es funktioniert ähnlich wie GPS, allerdings ortet das System mit einer Genauigkeit von etwa zehn Metern nicht ganz so exakt.

Viele, aber nicht alle Fitnessuhren sind mit beiden Systemen ausgestattet, das heißt mit GPS und mit GLONASS. Was bringt das? Während GPS nur auf einer einzigen Frequenz sendet, arbeitet GLONASS gleich mit zwei verschiedenen Frequenzen. Werden beide Systeme miteinander gekoppelt, haben Nutzer also auf deutlich mehr Satelliten Zugriff, als würde nur eines der Systeme genutzt. Das führt dazu, dass die Ortung auch in der Praxis genauer und zuverlässiger funktioniert - sogar bei schwierigen Bedingungen. Höhen lassen sich mit GPS und GLONASS allerdings nicht ausmessen. Hierfür kommt ein Barometer zum Einsatz.


Mehr Informationen zu GLONASS
Mehr Informationen zu GPS

Wozu dient das GPS bei einer Laufuhr?

Satellitennavigationssysteme gelten heute als Standard im Bereich der Laufuhr-Ausstattung. Doch die Funktion dient nicht nur der reinen Ortung, denn die gesammelten Positionsdaten kommen ebenfalls bei der Analyse Ihrer sportlichen Leistung zum Einsatz.

Je nach Modell stehen Ihnen weitere Vorteile offen, darunter:
- Routennavigation inklusive Wegpunktmarkierung für Outdoortrainings (ersetzt unhandliche Karten)
- Streckenauswertung über Google Maps inklusive Ihrer Trainingsintensität am Verlauf der Strecke
- Für Triathleten: detaillierte Angaben über Trittfrequenzen beim Radfahren und zurückgelegte Distanzen beim Schwimmen
- Zum Vergnügen oder im Notfall: Übermittlung Ihrer Position in Echtzeit an Freunde und Familie (Voraussetzungen: Smartphone, App, Bluetooth oder USB-Verbindung, Mobilfunknetz)

Welchen Zweck erfüllt das Barometer bei einer Laufuhr?

Nicht jede Laufuhr verfügt über ein Barometer. Ist es jedoch vorhanden, liegt seine primäre Aufgabe meist in der Analyse der Höhen anhand des Luftdrucks. Einzelne Laufuhren erlauben zudem eine Watterwarnfunktion über das Barometer. Gerade im Outdoorbereich fernab der Städte mit ihren zahlreichen Schutzmöglichkeiten ist ein zusätzlicher Wetterwarner keine schlechte Idee.


Wie funktioniert das Training mit einer Fitnessuhr?

Viel zu beachten gibt es nicht. Die Laufuhr muss nur in den betriebsbereiten Zustand gebracht und korrekt an das Handgelenk angelegt werden. Dazu richten Sie sich am besten nach der Betriebsanleitung. Damit die Messungen gelingen, sollten Sie typische Fehlerquellen kennen.

Folgende Eigenschaften können die Messfunktionen stören:
- Feuchtigkeit oder Schmutz zwischen Gerät und Handgelenk
- Falscher Sitz (verrutscht oder zu groß)
- Dunkle Tattoos an der Messstelle (stören die Sensoren)
- Dichte, dunkle Behaarung an der Messstelle (stören die Sensoren)
- Nicht aktualisierte Software
- Defekter oder entladener Akku
- Technischer Defekt


Wie funktionieren Pulsuhren ohne Brustgurt, und taugen diese Modelle etwas?

Um die Herzfrequenz zu messen, muss das Gerät in irgendeiner Form Zugriff auf Ihren Puls haben. Eine Laufuhr wie die TomTom Spark 3 Cardio + Music wird am Handgelenk getragen, wo sie über einen optisch-elektrischen Sensor den Handgelenkspuls misst. Einige Modelle bringen stattdessen einen Brustgurt mit, mit dem zwei Elektroden zur Messung der Herzfrequenz nahe am Herzen positioniert werden. Der Brustgurt kommt dadurch einem EKG relativ nahe. Das ist unter anderem bei einigen Varianten der Garmin Laufuhr der Fall. Bei solchen Modellen überträgt der Brustgurt die Daten in Echtzeit an die Laufuhr, die widerrum Aufschluss über die aktuelle Belastungsintensität gibt. Ein Brustgurt liefert nach diversen Vergleichen mit einem EKG ein etwas genaueres Ergebnis als eine Laufuhr mit optisch-elektrischen Sensoren.

Vorteile des Brustgurts:
- Ein bis zwei Prozent exakteres Messergebnis als ein Handgelenkssensor
- Bewährte Art der Messung
- Misst permanent

Nachteile des Brustgurts:
- Stört und scheuert eventuell beim Laufen
- Aufwendiger anzulegen als die reine Laufuhr
- Gelegentliche Reinigung notwendig



Wie funktioniert ein optisch-elektrischer Sensor bei einer Laufuhr?

Viele kennen diese Funktion zum Pulsmessen von modernen Smartphones. Die Technik nutzt das sich verändernde Blutvolumen in den Arterien durch den Herzschlag. Das Herz wechselt ständig ein Pumpen (Systole) mit einem Ansaugen (Diastole) von Blut ab. Die Systole zeichnet sich durch ein größeres Volumen als die Diastole aus, außerdem ist es deutlich reicher an Sauerstoff. Je nachdem, ob das Blut reich an Sauerstoff ist oder nicht, verändert sich seine Fähigkeit der Lichtabsorption. Hier setzt die sogenannte Pulsoxymetrie an.
Mit zwei LEDs erzeugt das Gerät jeweils ein sichtbares Licht (Rot) und ein nicht sichtbares Licht (Infrarot). Das Licht durchdringt Haut und Blutgefäße. Dort wird es je nach Sauerstoffbeladung entweder reflektiert oder absorbiert. Eine Reflektion schickt einen Teil des Lichts zurück zur Laufuhr, an deren Oberfläche es durch einen Lichtsensor aufgefangen wird. So erfährt die Laufuhr nicht nur die Menge des Sauerstoff im Blut, sondern vor allem die Herzfrequenz. Die Technik ist bereits seit 1935 bekannt.



Wie berechnen Sportuhren den Kalorienverbrauch?

Wie viele Kalorien ein Mensch bei einer Aktivität verbraucht, lässt sich nur sagen, wenn verschiedene Elemente mit in die Gleichung einbezogen werden. Neben dem Gewicht der Person kommt es auf Geschlecht, Alter und den individuellen Trainingszustand an. Die Pulsuhr fragt diese Daten für gewöhnlich über die Software am Smartphone oder Computer ab.

Ein Beispiel: Ein großer Mann, der viel Muskelmasse besitzt, kann beim Sport mehr Kalorien verbrennen als eine kleine, untrainierte Frau. Denn Männer besitzen von Natur aus mehr Muskelmasse als Frauen, und die ist es nun mal, die die Kalorien beim Sport verbrennt.

Es gilt also der Grundsatz: Umso mehr Muskelmasse, desto mehr Verbrennung. Auch das höhere Gewicht des Mannes durch die zusätzliche Körpergröße erhöht den Kalorienverbrauch, denn die Muskeln müssen für die reine Fortbewegung deutlich mehr Energie aufwenden als bei leichteren Körpern.

Doch nicht nur die individuellen Körpereigenschaften entscheiden über den Kalorienverbrauch. Letztendlich kommt es vor allem auf die zurückgelegte Strecke und deren Anforderung an, um zu entscheiden, wie viele Kalorien die Person verbrennt. Eine Laufuhr kennt nicht nur Ihre aktuellen Körperdaten, sondern sie misst auch die Strecke und teilweise das Höhenprofil. Diese Daten lassen sich direkt miteinander verbinden und der Kalorienverbrauch anschließend durch eine mathematische Berechnung ermitteln. Neben den reinen Streckendaten gibt die maximale Herzfrequenz während der Belastung Aufschluss über den Energieverbrauch. Einige Modelle, wie die Polar Laufuhr, messen sogar die maximale Sauerstoffaufnahme.

Übrigens: Trotz hochpräziser Sensoren gilt für die Kalorientracker, dass die ausgegebenen Daten immer nur als Richtwert zu betrachten sind. Das Tracken "auf die Kalorie genau" ist mit der gegenwärtigen Technik nicht möglich. Da es jedoch bei einer Kalorienüberwachung sowieso fast nie auf einzelne Kalorien, sondern eher um allgemeine Werte ankommt, sind die Geräte absolut alltagstauglich.



Welche Wartung ist bei einer Laufuhr nötig?

Eine Laufuhr ist in den meisten Fällen sehr pflegeleicht. Wichtig ist, dass Sie das Gerät sauber halten und vorsichtig mit ihm umgehen. Vor allem der USB-Anschluss, mit dem viele Laufuhren ausgestattet sind, sollte immer frei von Staub, Schmutz oder Schweiß sein, um ein zuverlässiges Laden zu garantieren. Achten Sie darauf, Ihre Fitnessuhr keinen extemen Bedingungen auszusetzen. Lassen Sie das Gerät nicht in der Sonne, auf der Heizung oder in einer feuchten Umgebung zurück.

Folgende Pflegemaßnahmen kommen regelmäßig auf Sie zu:
- gelegentliche Software-Updates (System-Software, Smartphone-App, ...)
- Akku (häufiger) aufladen
- Individuelles Profil auf dem neuesten Stand halten (z.B. Körpergewicht)



Wie lange hält die einzelne Akkuladung bei den Sportuhren?

Die Akkulaufzeit ist geräteabhängig und an aktivierte/deaktivierte Funktionen gebunden. Die meisten Geräte bieten eine Akkulaufzeit von etwa zehn bis 24 Stunden bei Auslastung, zum Beispiel bei aktiviertem GPS. Wer sich hingegen ausschließlich die Uhrzeit anzeigen lässt, kommt teilweise auch mit mehreren Tagen aus. Einige Fitnessuhren müssen sogar erst nach etwa zehn bis zwölf Tagen oder später aufgeladen werden.



An welchem Handgelenk wird die Fitnessuhr getragen?

Für erfolgreiche Messung spielt es keine Rolle, ob Sie die Laufuhr am linken oder am rechten Handgelenk tragen. Dennoch sollten Sie Ihr Modell an der nicht dominanten Hand tragen. Wenn Sie also Rechtshänder sind, sollten Sie die Uhr links tragen. Das hat rein praktische Gründe. An der dominanten Hand ist eine Laufuhr schnell im Weg, sie kann überall hängenbleiben oder einfach nur bei alltäglichen Aufgaben, zum Beispiel beim Schreiben stören.



Für wen eignen sich Fitnessuhren?

In erster Linie verwenden ambitionierte Hobby- und Profisportler die Hightech-Geräte, darunter zahlreiche Triathleten und Läufer. Die Vorteile liegen auf der Hand: Mit dem kleinen Gerät für das Handgelenk lassen sich die sportlichen Leistungen detailliert registrieren und analysieren, sodass sich schließlich auch das Training effizienter gestalten lässt. Egal ob Pace, Trittfrequenz oder Kalorienverbrauch: Es gibt kaum ein besseres Gadget, um sich sportlich zu verbessern. Anfänger dürfen sich ruhig Zeit bis zum Kauf ihrer ersten Pulsuhr lassen, da die leistungsstarken Geräte den Einstieg in den Sport verkomplizieren können. Die Anschaffung lohnt sich, wenn Sie sich sicher sind, die passende Sportart für sich entdeckt zu haben und Sie bereits einige Wochen Erfahrung gesammelt haben. Im Prinzip kann natürlich jeder Mensch eine Fitnessuhr nutzen. Nicht-Sportler, die einfach nur einen Überblick über ihren allgemeinen Fitnesszustand wünschen, sind in der Regel schon mit einem Fitnessarmband ausreichend ausgestattet. Natürlich kann sich die außergewöhnliche Vielfalt an nützlichen Funktionen trotzdem für Sie auszahlen. Wer einen Herzschrittmacher oder ein ähnliches Implantat trägt, sollte bei der Auswahl jedoch besonders genau hinschauen. Nicht alle Geräte eignen sich für Betroffene, weil eine Laufuhr zum Beispiel mit Magneten versehen sein kann. Sprechen Sie sich zunächst mit Ihren behandelnden Ärzten ab, bevor Sie eine Laufuhr erwerben und in Betrieb nehmen.



Auf was ist beim Kauf einer Laufuhr zu achten?

Nehmen Sie sich ausreichend Zeit dafür, das umfassende Thema "Fitnessuhren" zu verstehen. Klären Sie, welche Funktionen sich bei Ihrem persönlichen Training auszahlen würden und worauf Sie verzichten könnten. Stellen Sie sicher, dass Sie alle Voraussetzungen für eine Laufuhr erfüllen. Das heißt Sie benötigen ein Smartphone, sollten möglichst keine gesundheitlichen Einschränkungen wie einen Herzschrittmacher besitzen und sollten an den wichtigen Messstellen nicht stark tätowiert sein. Nutzen Sie unseren Laufuhr Vergleich, um ein bewährtes Modell zu finden und lesen Sie unbedingt auch die Nutzererfahrungen bei Amazon. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg beim Kauf, vor allem aber dabei, Ihre (neuen) persönlichen Bestmarken zu erreichen!